HERAUSNEHMBARE SPANGEN

Herausnehmbare Zahnspangen (lose Zahnspangen) werden sowohl im Kindesalter wie auch im frühen Jugendalter therapeutisch eingesetzt.

Die Mundvorhofplatte wird im reinen Milchgebiss oder in der ersten Wechselgebissphase zur Abschirmung von schädlichen Angewohnheiten des Kindes, sogenannter “Habits” angewandt. Idealerweise sollte sie ab dem 4. oder 5. Lebensjahr bei folgenden Angewohnheiten eingesetzt werden: Daumenlutschen, Wangensaugen, Wangenbeißen, Zungensaugen, Zungenbeißen, Lippenpressen, Lippensaugen, Einlagerungen der Unterlippe sowie zur Vermeidung eines falschen Schluckmusters. Aber auch gewohnheitsbedingte Wortlautbildungsstörungen oder die Mundatmung werden dabei positiv beeinflusst.

Platzhalter oder passive herausnehmbare Geräte dienen dazu, Lücken durch vorzeitigen Milchzahnverlust so lange offenzuhalten, bis der nachfolgende bleibende Zahn durchgebrochen ist. Somit kann oftmals die Entfernung bleibender Zähne vermieden werden.

Mit aktiven Plattenapparaturen kann man die Zahnbögen erweitern oder individuelle Zahnbewegungen durchführen.

Funktionskieferorthopädische Geräte (wie z.B. der Aktivator oder Bionator) steuern die Entwicklungs- und Reifungsprozesse des Mundes und Gesichtes und beeinflussen die Entwicklung der Sprache positiv. Der Konstruktionsbiss bewirkt dabei eine Verlagerung des Unterkiefers in die gewünschte Zielposition und gibt gezielte Impulse auf die Entwicklung der Kiefer und Kiefergelenke während des Wachstums.