INTRAORALE SCHNARCHSCHIENEN

Schnarchen ist ein häufiges und lästiges Geräuschproblem, das durch die nächtliche Erschlaffung der Muskeln der oberen Luftwege entsteht, wodurch die Gewebe des weichen Gaumens und des Zungengrundes hin- und her flattern (sog. Primäres Schnarchen). Häufig ist das Schnarchen aber bereits Symptom einer gestörten Atmung, wobei die zunehmende Erschlaffung der Atemwege zu einer Einengung oder zeitweiligem Aussetzen der Einatmung führt (Apnoe). Die Atempause führt zu einer Weckreaktion des Gehirns (Arousal), die den Übergang in tiefe Schlafstadien und damit einem erholsamen Schlaf verhindert. Tagesmüdigkeit, Gereiztheit und sogar Depressionen sind vorprogrammiert. Weitere Symptome sind verminderte Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Impotenz, nächtlicher Harndrang und nächtliches Schwitzen. 60% der Patienten mit Schlafapnoe leiden an einer Bluthochdruckkrankheit. Daraus resultieren Herzrhythmusstörungen sowie ein erhöhtes Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko.

Patienten mit einem primären Schnarchen, einer leichten bis mittelgradigen Form der Schlafapnoe oder mit einer Maskenunverträglichkeit bei einer nCPAP-Therapie können eine Unterkieferprotrusionsschiene bekommen. Diese Schiene ist herausnehmbar und wird wie eine Spange zum Schlafen in den Mund eingesetzt. Das in unserer Praxis am häufigsten benutzte Modell ist das IST-Gerät nach Prof. Hinz. Diese Schiene ermöglicht ein komfortables Öffnen, Schließen und Seitwärtsbewegungen des Mundes.